Wie soll ich Frauen anlächeln, wenn sie nicht mal herschauen?

Eine Frau kennenlernen, das ist ja kaum möglich, wenn sie dauernd in ihr Handy glotzt, auf den Boden schaut oder Kopfhörer trägt! Tipps?

Frauen kennenlernen ist schwer, alle sind nur mit sich selbst beschäftigt

Hallo verehrte Beatrice!
Eine Standard-Empfehlung zum Kennenlernen lautet ja, “erst einmal lächeln”. Nur: Wie soll man eine Frau anlächeln, wenn 99,8 % aller Frauen mit einer Verbissenheit die Muster des Straßenpflasters studieren, dass sie nicht einmal ihre eigene Schwester bemerken würden, wenn sie vor ihnen steht?
Übrigens ist das im Ausland (z.B. in London) ganz anders! Dort registrieren Frauen viel stärker ihre Umwelt. Oder wie soll man eine Frau ansprechen, die Kopfhörer aufhat oder der das Handy am Ohr angewachsen ist oder die sich ununterbrochen mit ihrem Smartphone befasst?
Vielen Dank!
Rob (35)

 
Hey Rob,
„standard-gemäß“ kommt zuerst der Austausch von Blicken und erst dann das Lächeln. Das heißt, wenn eine Frau dich partout nicht anschaut, obwohl du selbst das ausgiebig tust, kannst du dir jegliche Überlegung zum Thema Lächeln sparen. Nun beklagst du ja auch, dass die Frauen gern den Bodenbelag studieren, statt dir ins Gesicht zu kucken. Tja, sie machen das nicht von ungefähr. Eine Frau starrt nicht die ganze Zeit auf den Boden (oder ins Leere oder wohin auch immer). Sie registriert ihre Umwelt genauso wie du. Und sie registriert möglicherweise noch besser als du, wenn sie von einem Menschen des andern Geschlechts angeschaut wird. Allerdings entscheidet sie im Bruchteil einer Sekunde, ob sie mit diesem Menschen Kontakt aufnehmen will (in welcher Form auch immer). Wenn ihre Entscheidung negativ ausfällt, vermeidet sie den Austausch von Blicken, damit er ja nicht auf die Idee kommt, sie anzusprechen.
Wenn sie von vornherein nicht angesprochen (oder kennen gelernt) werden will, setzt sie Kopfhörer auf oder befasst sich exzessiv mit ihrem Handy (oder ihrem Hund, ihrer Lektüre, ihrem Essen etc.).
In England und manch anderen Ländern sind die Frauen offener und kontaktfreudiger, aber dafür bleiben die Kontakte auch viel öfter an der Oberfläche. Was z.B. bedeuten kann: Du lernst in einem Pub deine Traumfrau kennen, unterhältst dich zwei Stunden lang aufs Allertollste mit ihr, bist hin und weg, und dann verschwindet sie auf Nimmerwiedersehen mit einem Freund (ihrem Freund??).
Falls deine Blickkontakt-Quote hierzulande tatsächlich nur 0,2 % betragen sollte (oder etwas in der Größenordnung), sind vielleicht deine Aura oder Optik nicht optimal? Eine Liste mit den wichtigsten Punkten und Hinweisen findest du im dreiteiligen Beitrag “Was muss ein Mann haben, damit er bei Frauen gut ankommt? Hier schon mal
Teil 1

Herzlichst
Beatrice Poschenrieder
 

Hallo Beatrice,
vielen Dank für Deine Antwort! (siehe “Wie soll ich Frauen anlächeln, wenn sie nicht mal herschauen? Teil 1“)
Ich möchte das Thema nicht allzu sehr auswalzen, aber ich hab mich wohl zu ungenau ausgedrückt, deswegen zwei Ergänzungen:

1. Blick-Kontakt
Deine Ausführungen scheinen sich vor allem auf Diskotheken und Clubs zu beziehen und dort treffen sie wohl zu. Ich meinte aber mehr den normalen Alltag, z.B. Fußgängerzone, Kaufhaus, S-Bahn, Eisdiele, Kino etc.. Dort wo die Menschen nicht „aktiv suchen“ wie in der Disco, registrieren die meisten ihre Umwelt in keinster Weise. Und dass dies nicht auf das Verhältnis Mann-Frau beschränkt ist, zeigt sich daran, dass auch Freunde und Geschäftspartner einen nicht wahrnehmen, selbst wenn sie in zwei Meter Entfernung an einem vorbeilaufen.

2. Blickkontakt und Optik
Meine „Blickkontakt-Quote“, wie Du es nennst, ist in der Tat sehr niedrig, und das hängt auch mit meiner Optik zusammen, allerdings lässt sich daran nichts ändern, es liegt nämlich an der „Höhe“. Dass Größe nichts mit Körperlänge zu tun hat, sollte sich eigentlich inzwischen herumgesprochen haben, Tom Cruise, Albert Einstein, Bill Gates und viele andere sind ausreichend Beispiele. Tatsächlich fängt für viele Frauen der (männliche) Mensch aber erst ab 1,85 an. Paradoxerweise stellen sie umso höhere Anforderungen, je kürzer sie selbst sind. Wenn eine Frau, die selbst 1,56 m ist, in Singlebörsen schreibt, „Männer unter 1,85, vergesst es“, darf sie sich nicht wundern, wenn sie nur bei Männern mit zweifelhaften Neigungen auf Interesse trifft.
Wie siehst Du das? Vielen Dank für Deine Antwort!
Rob (35)
Hi Rob,
meine Ausführungen bezogen sich keineswegs nur auf Discos und dergleichen. Du meinst: „Dort wo die Menschen nicht aktiv suchen wie in der Disco, registrieren die meisten ihre Umwelt in keinster Weise.“
Das glaube ich nicht. Die Leute registrieren genau so viel von ihrer Umwelt, wie sie registrieren WOLLEN (und das ist vielleicht weniger als du gern hättest, aber mehr, als du denkst). Das heißt: eine Frau, die dafür offen ist, auf der Straße, im Supermarkt, oder wo auch immer, Kontakte zu knüpfen, die wird auf jeden Fall herumschauen, die Augen offen halten und Blicke austauschen. Hingegen eine Frau, die selbstversunken in ihr Buch oder auf den Boden stiert, ist in dem Moment nicht darauf aus, jemanden kennenzulernen.
Ich merke das jeden Tag an mir selber, zum Beispiel beim Spazieren: Wenn ich lieber für mich sein will, mustere ich zwar die andern mit einem unauffälligen, flüchtigen Blick (ich wette, 90 % denken, ich hätte sie gar nicht registriert!), aber ich kuck nicht in einer Weise hin, dass sie es sehen könnten. Wenn ich gut drauf bin und „flirty“, dann schau ich den Leuten, denen ich begegne, ganz offen ins Gesicht oder nicke auch mal einen angedeuteten Gruß; allerdings nur denen, die mir evtl gefallen könnten, sprich, abgecheckt wird jeder, aber nicht jeder wird es merken, dass ich ihn abgecheckt habe. (Übrigens haben kleine Männer bei mir ebenso eine Chance wie Größere; eine weitaus gewichtigere Rolle als die Höhe spielen Ausstrahlung, Figur, Körpersprache und Outfit – siehe auch die Beitragsreihe, auf die ich letztens hingewiesen habe! “Was muss ein Mann haben, damit er bei Frauen gut ankommt?”
Teil 1

Teil 2

Teil 3)

Nun gehörst du aber vielleicht zu denen, die finden, „Manche Leute muss man zu ihrem Glück zwingen“, in deinem Fall zu der Gelegenheit, ein Schnäppchen wie dich kennen zu lernen. Okay, dagegen ist nichts einzuwenden – wenn du Körbe vertragen kannst.
Nehmen wir mal an, ich wäre eine offene, attraktive Frau Anfang bis Mitte 30, die oft angesprochen wird (was bei mir in dem Alter tatsächlich der Fall war). Und nehmen wir an, ich hab also einen Tag, wo ich so in mich selbst versunken bin, dass ich selbst ein Schnäppchen wie dich nicht bemerke. Also kommt es darauf an, dass du mich erst mal auf dich aufmerksam machst. Bitte auf keinen Fall mit der Tür ins Haus fallen à la „ich will dich kennenlernen“ oder „hallo, ich bin der Rob, wer bist du?“! Ich soll dich ja erst mal nur wahrnehmen, ohne mich gleich bedrängt zu fühlen. Also sagst oder machst du was Unverfängliches: Bittest um Feuer, um einen Stift, um den Wechsel eines 2-Euro-Stücks in zwei Einer o.ä.
Schau, wie ich reagiere. Freundlich? Unfreundlich? Neutral? Im Anschluss etwas sagen darfst du nur, wenn ich freundlich reagiere. In den andern Fällen hältst du die Klappe und siehst mich nur ab und zu an (oder begegnest mir im Supermarkt noch ein paarmal „rein zufällig“). Erwidere ich nun deine Blicke? Nein? Hak´s ab. Ja? Dann kannst du dein eingangs erwähntes Lächeln ausprobieren. Erwidere ich dein Lächeln? Okay, dann kannst du was sagen. Stell am besten eine situationsbedingte Frage, und möglichst eine, auf die ich nicht nur mit ja oder nein antworten kann. Zum Beispiel „Welcher Wein passt denn am besten zu Spargel?“ oder „Weißt du zufällig, was man alles für ein Pilzragout braucht?“ oder „Wie komm ich denn am schnellsten nach …..?“
Nun bin ich ja eigentlich grade nicht drauf vorbereitet, einen Kerl kennen zu lernen. Dementsprechend bin ich völlig ungeschminkt, die Haare sind einfach nur zusammengebunden, die Klamotten eher unauffällig und schlicht (Jeans, T-Shirt). Fühle mich also nicht besonders attraktiv und weiß nicht, ob du tatsächlich nur den Weg (oder das Rezept) wissen willst oder mich kennen lernen. Also musst du mir jetzt ein kleines Kompliment machen, etwa: „Welch eine glückliche Fügung, wenn eine so niedliche Frau auch noch kochen kann!“ oder „Du musst nicht zufällig auch dorthin? Mit so einer attraktiven Begleitung wäre der Weg nicht so lang.“
Siehst du, so etwas ist charmant. Also bei mir käme das gut an (gesetzt den Fall, der Kerl sieht einigermaßen ansprechend aus).

Jede Menge gute Tipps zum Thema “Frauen kennen lernen” findest du auf meiner Webseite “TippsFuerSingles.de“. Hier unten bei den Verwandten Beiträgen ist auch schon einiges drin!

Übrigens, du meinst: „Paradoxerweise stellen sie umso höhere Anforderungen, je kürzer sie selbst sind.“
Stimmt auch nicht. Du solltest nicht von einzelnen Negativ-Beispielen auf die Allgemeinheit schließen. Im Übrigen gibt es auch reichlich Angehörige deines Geschlechts, die utopische Ansprüche haben.
Viel Erfolg
Beatrice Poschenrieder

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